Partnersuche ab 50

Die Partnersuche ab dem 50. Lebensjahr ist mit einigen Problemen, aber auch vielen Vorteilen verbunden. Zwar erscheint sie den Singles, wenn sie neu in diesen Status geraten, zunächst einmal abenteuerlich. Sie werden aber alsbald feststellen, dass es gut funktioniert, über eine Online-Partnerbörse in diesem Alter einen wirklich gut passenden Partner kennenzulernen. Die vielen eigenen Erlebnisse, auf die jede Person in diesem Alter zurückblickt, bereichern das Erkunden und machen neugierig auf neue Horizonte, die sich mit einer Partnerin bzw. einem Partner teilen lassen. Allerdings stehen sich Menschen in diesem Alter zeitweilig selbst etwas im Weg: Frauen sind oft sehr anspruchsvoll, Männer kämpfen manchmal mit der Midlife-Crisis. Doch keine Bange: Mit einer neuen Liebe erledigen sich diese kleinen Verwerfungen oft von selbst.

Partnervermittlungen für die Partnersuche ab 50

Die folgenden drei Partnervermittlungen können wir für die Partnersuche ab 50 empfehlen. Teilweise wenden sie sich auch gezielt an noch ältere Jahrgänge:

  • Zweisam: Die mitgliederstarke Partnervermittlung (250.000 Singles aus Deutschland ab dem 50. Lebensjahr) weist zwar häufiger Profile mit wenig Aussagekraft und ohne Foto auf, ist aber relativ günstig und erstellt Partnervorschläge. Die übersichtliche Anmeldung erfolgt Step by Step, funktioniert allerdings nicht über Facebook und erlaubt auch gleich zu Beginn nicht allzu viele persönliche Angaben. Das könnte ein kleines Manko sein. Ansonsten punktet die Partnerbörse mit einem guten Design und der gezielten Ausrichtung auf die Altersgruppe von 50+ – jüngere Singles können sich gar nicht anmelden. Es gibt eine kostenlose Mitgliedschaft, die immerhin das Versenden von Smileys oder Zwinkern erlaubt, doch für echte Kontakte empfehlen wir Dir die Premiummitgliedschaft. Diese ermöglicht auch das Chatten, was nicht bei jeder Partnerbörse möglich ist. Die hohe Mitgliederzahl macht das Finden eines Partners in der Nähe sehr wahrscheinlich. Beachte: Es handelt sich um 250.000 Singles ab dem 50. Lebensjahr und nur aus Deutschland. Das ist in dieser Altersgruppe ein relativ hoher Kundenbestand.
  • Kultivierte Singles: Diese Partnerbörse für Singles ab 50, aber auch etwas jüngere Jahrgänge setzt auf Niveau – und Einkommen, denn dieses wird erfragt und gehört zu den grundlegenden Angaben wie Alter, Größe, Beruf und Wohnort. Danach folgt ein wissenschaftlicher Persönlichkeitstest, wie er beispielsweise auch von Parship bekannt ist. Er dauert eine gewisse Zeit, die aber gut investiert ist, denn aus den darin geschilderten Eigenschaften und Wünschen des Singles leitet die Partnerbörse relativ gut passende Partnervorschläge ab. Das anfangs angegebene Jahreseinkommen ist natürlich in Deinem Profil nicht sichtbar. Die Betreiber von Kultivierte Singles verwenden es nur als Anhaltspunkt für die Vermittlung. Sie gehen mit einigem Recht davon aus, dass wir uns auch über unsere finanziellen Möglichkeiten definieren.
  • SilberSingles: Hier haben wir eine Partnerbörse, die sich wirklich an etwas ältere Personen wendet, doch auch für Junggebliebene ab 50 interessante Vorschläge bereithält. Für Männer ist interessant, dass der Frauenanteil auf SilberSingles erstaunlich hoch ist. Für Frauen dürfte interessant sein, dass zum Fragebogen dieses Portals ausgeklügelte, psychologisch fundierte Testfragen gehören, die zu wirklich passenden Partnervorschlägen führen (können). SilberSingles hat rund 200.000 Mitglieder aus Deutschland, die meistens zwischen 50 und 66 Jahre alt sind. Es existiert ein leichter Frauenüberschuss. Insgesamt sind ernsthaft suchende Singles vertreten, die nichts anderes als eine feste Partnerschaft anstreben.

Sind eigentlich Frauen ab dem 50. Lebensjahr wirklich schwerer vermittelbar?

Wenn Du als Frau ab 50 erstmals seit langer Zeit wieder auf Partnersuche gehst, kennst Du das Phänomen oder vielmehr Vorurteil noch nicht: Frauen ab 50 gelten unter Partnervermittlern als „schwer vermittelbar“. Man bringt das mit ihrer Menopause und mit ihren vermeintlich uferlos gewachsenen Ansprüchen zusammen, genauso wie man den Frauen ab 30 mit ein bis zwei Kindern eine schwere Vermittelbarkeit wegen der Kinder oder (falls sie noch keine haben) wegen der „tickenden biologischen Uhr“ unterstellt. Lass Dich von solchen Aussagen nicht verwirren, sie fallen teilweise in das Gebiet der Ideologie und Propaganda. Vor allem ist wichtig, dass es Aussagen von Partnervermittlern sind, die den Partnermarkt durch ihre typischen Vermarktungsbrille betrachten. Wahr ist daran, dass es bei Partnerbörsen in der Altersgruppe zwischen etwa 50 bis 65 Jahre einen leichten Überschuss an Frauen gibt, die bereit sind, auch finanziell deutlich in eine neue Partnerschaft zu investieren. Dieser leichte Überschuss – wir reden hier von vielleicht 10 % mehr Frauen – führt dazu, dass die Männer dieser Altersgruppe gefühlt eine sehr hohe Auswahl, die Frauen hingegen gefühlt eine etwas zu knappe Auswahl an Partnervorschlägen haben. Nun passiert das, was wir von der „Reise nach Jerusalem“ kennen, diesem Spiel, bei dem eine Gruppe von Menschen um eine Reihe von Stühlen wandert und sich auf Kommando hinsetzen soll, wobei es glatt einen Stuhl zu wenig gibt und daher bei jeder Runde eine Person ausscheidet: Es wird Knappheit produziert, die zum Drängen um die knappe Ressource führt. So drängen sich viele Frauen ab 50 um die vermeintlich knappe Ressource des – aufgemerkt – kultivierten, gut situierten, großen und gesunden Mannes. Wir raten Dir aber zu Gelassenheit. Gib Dich nicht mit dem Erstbesten zufrieden! Es gibt genügend ernsthaft suchende, sehr interessante Männer in diesem Alter. Die Partnervermittler wiederum, welche die Propaganda des „Frauenüberschusses ab 50“ verbreiten, sind nur nicht imstande, ihren Kundenbestand vernünftig zu steuern (was zugegeben eine Kunst ist, wir plaudern hier aus dem Nähkästchen), außerdem hoffen sie auf höhere Investitionen der Frauen ab 50. Kurz und gut: Es gibt für jeden Topf den passenden Deckel, mithin auch für Dich.

Sind Männer ab 50 wirklich so heiß begehrt?

Dem geschilderten Phänomen des vermeintlichen Frauenüberschusses ab 50 steht ein vermeintlicher Mangel an Männern dieser Altersgruppe gegenüber, die daher offenkundig heiß begehrt sind. Wiederum stammt diese Propaganda von Partnervermittlern. Nochmals für das Protokoll: Alles, was an Statistiken zum „Partnermarkt“ in der Öffentlichkeit kursiert, stammt von wirtschaftlich orientierten Unternehmen, sprich von Partnervermittlungen. Diese nehmen seit rund 100 Jahren solche Untersuchungen vor und haben sie als Online-Partnervermittler noch beträchtlich ausgeweitet, weil sie nun über digital sehr gut zu analysierende, außerdem über sehr große Datenbestände verfügen (welche die eher regional operierenden Offline-Partnervermittler bis in die frühen 2000er Jahre so meistens nicht hatten). Sie konstatieren nun intern den Männermangel und Frauenüberschuss in der Altersgruppe ab 50, können aber nur die Daten ihrer Kunden analysieren. Dazu ist festzustellen: Es melden sich eben etwas mehr Frauen als Männer in dieser Altersgruppe bei einer Partnervermittlung an. In Wahrheit ist das Geschlechterverhältnis unter allen Singles in allen Altersgruppen so ausgeglichen, wie es das rein biologisch ohnehin ist (nämlich nahezu 1:1) – bis auf die Altersgruppe etwa ab 75, in der Männer etwas zeitiger sterben. Warum melden sich mehr Frauen als Männer bei Partnervermittlern an?

  • #1 wegen der Reise nach Jerusalem (siehe oben)
  • #2 weil Partnervermittler ihre Kundenbestände nicht richtig steuern

Wie könnten Partnervermittler ihre Kundenbestände besser steuern?

  • #1 Sie könnten die Preise für die Männer der Altersgruppe deutlich senken – bis hin zur kostenlosen Aufnahme. Bei sehr jungen Leuten (Altersgruppe 20 bis 27 Jahre) wird das manchmal praktiziert. Dort herrscht ein Männerüberschuss, daher werden junge Frauen manchmal kostenlos aufgenommen. Die Methode ist aber umstritten, weil sie diskriminierend wirkt (der Personengruppe gegenüber, die mehr zahlen soll). In der Altersgruppe ab 50 wagt man es erst recht nicht, sie anzuwenden, weil doch die begehrten, gutsituierten Männer ab 50 über genügend Geld verfügen und weil sich diese Personen vermutlich auch über die Konditionen ihres Vermittlungsvertrages unterhalten, wenn sie sich dann kennenlernen. Damit dürfte dann die mehr zahlende Frau sehr verärgert sein.
  • #2 Es gibt die Methode, gezielt mehr Werbung für die Personengruppe zu betreiben, die eine Partnervermittlung „überschüssig“ führt, in diesem Fall also für die Damen ab 50. Dazu sind unsere hiesigen Partnervermittler offenkundig nicht imstande. Wir konnten das jedenfalls bislang nicht beobachten (Anmerkung der Redaktion).

In den Fokus rückt allerdings auch das Phänomen, dass Männer dieser Altersgruppe sich hin zu deutlich jüngeren Frauen orientieren und bei diesen in der Tat manchmal sogar recht gute Chancen haben, wenn sie (als Mann) finanziell gut situiert sind. Allerdings ist die Gruppe der Paare mit einem größeren Altersunterschied relativ klein. Laut Statistischem Bundesamt beträgt nur bei 6 % aller Paare der Altersunterschied über 10 Jahre. Der durchschnittliche Altersabstand liegt bei 3,9 Jahren, die Frauen jünger als ihr (männlicher) Partner sind. Das bedeutet: Das Thema ist ein Aufreger, statistisch aber weniger relevant, als wir es glauben. Daher wollen wir an dieser Stelle die Männer auf den Boden der Tatsachen zurückholen: Die besten Karten hast Du als Mann bei einer (fast) gleichalten Frau. Das ist in der Lebensphase zwischen 50 und rund 70 Jahren übrigens auch sexuell kein Problem, die Geschlechter sind in dieser Altersgruppe ungefähr gleich aktiv (geblieben). Frauen werden nach der Menopause sogar sexuell etwas aufgeschlossener (wenn sie gesund sind), weil die latente Furcht vor einer ungewollten Schwangerschaft wegfällt. Sie hat zuvor immer unterschwellig bestanden – Antibabypille hin oder her. Wir empfehlen daher Männern ab 50, durchaus aktiv auf dem Partnermarkt und somit auch auf Partnerbörsen zu agieren, sich von der besten Seite zu zeigen, gepflegt und niveauvoll aufzutreten und eine Frau genauso zu umwerben, wie sie das vor 30 Jahren schon getan haben.

Fazit: Chancengleichheit ab 50!

Das wichtigste Fazit lautet: Menschen ab 50 finden über eine Partnerbörse durchaus sehr gut einen Partner. Frauen sollten sich nicht vom vermeintlichen Männermangel abschrecken lassen, Männer sollten sich keinesfalls bequem zurücklehnen, weil ihnen vermeintlich viel zu viele Frauen zu Füßen liegen. Das stimmt einfach so nicht. Wichtiger ist es in diesem Alter, eine neue Partnerschaft vorurteilsfrei zu beginnen.