Gothic Singles

Ganz klar: Was für die Metallfans gilt, gilt ebenso für die Schwarze Szene: Wer ein Single ist, hat es außerhalb der Community schwer anerkannt zu werden und einen passenden Partner oder eine passende Partnerin zu finden. Metal, Gothic und Hardcore – Fans brauchen gleichgesinnte Partner und Partnerinnen. Dabei ist die Szene durchaus aktiv in Deutschland und den angrenzenden Staaten. Gothic-Festivals zählen bis zu 30.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr.

Was macht einen Gothic oder Grufti aus? 

Früher war ein Gothic sehr einfach zu erkennen: Leichenartige Blässe im starken Kontrast zu der durchwegs schwarzen Kleidung, toupierte Frisuren und stark geschminkte Gesichter zeichneten eine echte Gothic-Frau oder einen echten Gothic-Mann aus. Aber auch in dieser Szene hat eine Anpassung und Entwicklung stattgefunden und es gibt mittlerweile viele Untergruppen, die sich den Gothics zuordnen lassen. Steampunks, die mit einem selbst inszenierten historischen Auftreten, verbunden mit futuristischen Apparaten, die es nicht gibt, ausgestattet sind, gibt es ebenso wie Cybergothics, die sich mit neonfarbigen Rasta-ähnlichen Haarteilen schmücken. Das verbindende Element aller Gruppen ist die Farbe Schwarz, die nicht nur getragen, sondern regelrecht zelebriert wird. Sie ist Uniform und Erkennungsmerkmal, sie verbindet die Mitglieder der Szene schon rein optisch, durch die Liebe zur gleichen Ästhetik.

Ein unbedingter Vorteil von einer Szene-Uniform ist immer der hohe Wiedererkennungswert für andere Mitglieder. So kannst Du in der Öffentlichkeit von anderen Gothics gesehen und erkannt werden. Die Gothic Bewegung versteht sich als eine Protestform gegen das Übliche, Normale und Gewohnte, ein Nein zum öffentlich akzeptierten Mainstream, dem so viele angehören. Ein Gothic will besonders sein und er will sich nur mit besonderen Menschen abgeben.

Welche Werte hat ein Gothic?

Ein Gothic beschäftigt sich mit dem Tod. Der Tod wird als Teil des Lebens nicht nur still akzeptiert, sondern er wird als Auseinandersetzung mit dem Leben an sich zelebriert. Es geht – anders als in früheren Jahrzehnten, in denen auch Satanismus und Teufelsanbetung Bestandteil der Schwarzen Gruppen sein konnten – mehr um die Fragen nach dem Sinn des Lebens. Fragen zum Tod sind nicht ausgeschlossen und werden nicht als Tabubereich gehandelt, sondern sie stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit dem großen Thema Vergänglichkeit. Aber woher kommt diese Faszination am Tod? Wie bei vielen Szene-Bewegungen hat auch Gothic in erster Linie etwas mit der Abgrenzung zum Üblichen und Normalen zu tun. Das wirkt auf viele Menschen, die der Szene nicht angehören, sehr irritierend. Aber genau diese Provokation und Irritation ist genau gewollt. Hier trifft Gothic auf Punk, einer ähnlichen Bewegung, die sich konsequent von den gängigen gesellschaftlichen Werten distanziert.

Seit wann gibt es die Gothic Szene?

Wie auch die Punk-Bewegung hat auch die Gothic-Szene in Großbritannien ihren Ursprung. Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts sind etliche Jugend-Bewegungen entstanden, die alle ein Ziel vereint: Die Ablehnung des Gewöhnlichen und des Normalen. Die Musik ist in dieser Zeit zunehmend von elektronischen Einflüssen geprägt worden und entwickelte sich immer weiter weg von der handgemachten Musik der früheren Jahrzehnte. Damit entstanden für viele auch neue Möglichkeiten des individuellen Ausdrucks.

Viele bekennende Gothics sehen in der Form einen individuellen Lebensstil. Das geht weit über Mode und Musikvorlieben hinaus. Ein echter Grufti lässt sein ganzes Leben und seinen gesamten Alltag von Gothic beeinflussen. Für Außenstehende kann dies extrem bedrückend, gruselig und befremdlich wirken. Das ist auch ein Grund, warum Gothic Singles kaum eine Chance haben, einen Partner oder eine Partnerin aus der sogenannten normalen Welt kennenzulernen und wenn dies klappen soll, dann nur mit sehr viel Toleranz für den jeweils anderen. Das dürfte aber wirklich die Ausnahme sein. An sich bleiben Gothics lieber unter sich und finden auch innerhalb ihrer Community einen Partner oder eine Partnerin. Interessanterweise ist die Szene der Gothics sehr heterogen, was die sozialen Milieus angeht. Es gibt vom Arbeiter über den Angestellten bis hin zum Akademiker Mitglieder in der Szene. Es gibt auch „Hobby-Gruftis“, die nur hin und wieder die Form des Auftritts wählen, aber ansonsten ein ganz normales Leben führen.

Gothics finden sich in allen großen Städten zusammen, zum Beispiel in Festivals und Events, auf Szene-Partys und auf Happenings. Interessant ist auch zu wissen, dass Gothic heute nicht mehr nur junge Menschen anzieht, sondern es gibt auch etliche, die schon Jahrzehnte dabei sind und die die Szene nie verlassen haben.

Online Dating für Gothic-Singles bietet gute Erfolgschancen für Gothics auf Partnersuche

Anhänger von Gothic bleiben konsequenterweise auch bei der Partnerwahl lieber unter sich. Es versteht sich ja auch von selbst, dass ein wirklich überzeugter Gothic mit einem Partner oder einer Partnerin, die die ganze Bewegung nicht versteht und geschweige denn teilt, nicht zurechtkommt. Daher gibt es für Singles aus der Gruppe der Gothics mittlerweile eine beeindruckende Reihe von Spezial-Singlebörsen, die sich darauf spezialisiert haben, Gothics zusammenzubringen und Gothic-Singles bei der Partnersuche zu helfen.

Spezielle Dating Seiten und Dating-Apps, die online Singles miteinander in Kontakt bringen haben sozusagen eine Doppelfunktion: Sie bieten die Möglichkeit, sich kennenzulernen und sie verbinden die Mitglieder der Szene als Online-Community. Tatsächlich sind die Userinnen und User auf den großen Seiten, wie Black Flirt oder Gothic Singles sehr aktiv. Bis zu 90.000 Userinnen und User verzeichnen die großen Portale alleine aus dem deutschsprachigen Raum. Von diesen alleine geben sich 65 Prozent als Singles aus, was eine sehr beträchtliche Chance darstellt, online einen passenden Partner oder eine passende Partnerin zu finden, die die gleichen Werte und Einstellungen teilen.

Die einzelnen Online Seiten überzeugen mit einer passenden und stilechten Aufmachung und bieten neben einer ansehnlichen aktiven Mitgliederzahl oft noch interessante Extrafunktionen, wie zum Beispiel Speed-Dating, Events und sogar eine „Tarnkappe“, mit der Nutzer*innen für andere erst einmal unsichtbar bleiben. Die Farbe Schwarz dominiert natürlich die Optik und wird durch blutrote Extras hervorgehoben, zum Beispiel um anzuzeigen, wer gerade online ist. Insgesamt bieten die Spezial-Dating-Portale für Gothics eine hohe Chance jemanden kennenzulernen, der die gleiche Lebenseinstellung hat und die gleiche Musik hört.

Das Online Angebot ist auch für diejenigen Gothics sehr interessant, die fernab von einer Großstadt auf dem Land leben und die es dadurch auch schwer haben, überhaupt einen Partner oder eine Partnerin kennenzulernen. Das Internet vereinfacht die Partnersuche, denn es bringt gezielt die Menschen zusammen, die die gleichen Interessen haben.

Nice sind Partnerbörsen, die mit besonderen Gimmicks aufwarten wie zum Beispiel die Spendenfunktion. Hier wird kein fester Abopreis für eine Premiummitgliedschaft erhoben, sondern die Preise werden als Spende angenommen. Die zahlenden Mitglieder werden „Engel“ statt Premiummitglied genannt und sie spenden einen monatlichen Betrag, den sie selber bestimmen können, um die Nischenwebsite zu unterstützen. Im Gegenzug dazu erhalten sie mehr Vorteile, zum Beispiel, die Möglichkeit mehr Bilder hochzuladen oder Gedichte und Texte online zu stellen. Diese Funktion gibt es bei der Online Single-Börse Schwarzes Glück. Weitere Singlebörsen im Deutschsprachigen Raum sind:

  • Gothic Match
  • Black Flirt